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Baby Ernährung -
zweites Halbjahr
 
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Baby Ernährung

Das zweite halbe Jahr Baby Ernährung

Ist Ihr Baby sechs Monate alt, sollten Sie mit der Beikost als Baby Ernährung anfangen. Die große, meist ideologisch beantwortete Frage ist dabei: selbst kochen oder kaufen? Die industriell hergestellten Breie werden streng kontrolliert und sind daher oft schadstoffärmer als selbst ökologisch angebautes Gemüse, das Sie im Naturkostladen bekommen. Insofern schaden Sie Ihrem Baby in keinem Fall, wenn Sie die fertige Beikost verwenden – nicht jede/-r hat Lust und Zeit, das Gemüse selbst zu kochen und zu pürieren. Allerdings ist der Geschmack der industriell hergestellten Breie anders als das Gemüse oder das Obst, das man selbst zubereitet. Versuchen Sie es einmal selbst: Kochen Sie eine Karotte, pürieren diese – und vergleichen deren Geschmack mit dem Geschmack des industriellen Breis! Wenn es Ihnen also wichtig ist, dass Ihr Baby den „richtigen“ Geschmack kennen lernt, dann sollten Sie die kleine Mühe des Selbstkochens auf sich nehmen. Dabei sei Ihnen gesagt: Sie können die Gemüsebreie auch portionsweise einfrieren. Einfach am Tag vorher in den Kühlschrank, schon sind diese bis zum Mittagessen aufgetaut.

Zu den industriell hergestellten Breien ist nun nur noch soviel dazu zu sagen, dass die Auswahl überwältigend ist. Dabei geben wir Ihnen eine kleine Hilfe: Geben Sie Ihrem Baby wirklich nur die reinen Produkte, verzichten Sie auf Schoko- oder Stracciatella-Breie oder auf Spaghetti Bolognese – Ihr Kind benötigt nichts davon im ersten Lebensjahr!

Generell können Sie dabei jede Mahlzeit durch einen Brei ersetzen, es hat sich jedoch als günstig erwiesen, mit der Mittagsmahlzeit anzufangen, da Sie dann genau die Verträglichkeit Ihres Babys überprüfen können. Wenn Sie also mittags anfangen, wählen Sie zunächst einen Gemüsebrei. Am besten stillen Sie Ihr Baby zunächst kurz, damit der erste Hunger gestillt ist. Sonst ist Ihr Baby zu unruhig, als dass es sich auf etwas Neues einlassen kann. Fangen Sie dabei mit einer reinen Sorte eines milden Gemüses wie Karotten, Pastinake oder Kohlrabi an und geben Ihrem Baby erst einmal ein bis zwei Löffel. Zu Beginn wird Ihr Kind das Essen wahrscheinlich erst einmal wieder herausschieben, da es damit noch nichts anzufangen weiß. Geben Sie ihm nun täglich zur selben Zeit ein paar Löffel des gleichen, reinen Gemüsebreis. Falls Ihr Baby partout den Löffel verweigert, ist es vielleicht noch nicht so weit und braucht noch etwas Zeit, warten Sie dann noch eine Woche und probieren es dann noch einmal. Wenn Sie unsicher sind, können Sie auch Ihre Hebamme oder Ihre Kinderärztin zu Rate ziehen.

Wenn das Löffelessen klappt, geben Sie Ihrem Kind jeden Tag etwas mehr, bis Sie eine komplette Still-/ Milchmahlzeit durch den Gemüsebrei ersetzt haben. Bitte bleiben Sie dabei immer noch bei der einen Sorte Gemüse, geben Sie diesem nur zur besseren Vitaminaufnahme einen Teelöffel (Raps-)Öl zu. Nach etwa einer Woche können Sie dem reinen Gemüsebrei gekochte Kartoffel zugeben. Falls Ihr Baby ein erhöhtes Allergierisiko hat, sollten Sie nach Möglichkeit recht lange bei der gewählten Gemüsesorte bleiben. Ansonsten können Sie etwa jede Woche eine neue Gemüsesorte auswählen. Sie müssen Ihrem Baby jedoch keine große Auswahl bieten. Es reicht, wenn es bis zum Ende des ersten Lebensjahres vier bis fünf verschiedene Gemüsesorten kennen gelernt hat.

Thema: Fleisch – Ihr Baby braucht im ersten Lebensjahr noch kein Fleisch, allerdings müssen Sie dann dem Gemüse-Kartoffelbrei Getreide (z.B. Hirse) beifügen, damit es ausreichend Eisen zu sich nimmt.

Mit etwa sieben Monaten können Sie dann eine weitere Still-/ Milchmahlzeit ersetzen. Geeignet ist dafür beispielsweise die Nachmittagsmahlzeit. Geben Sie dabei Ihrem Kind zunächst einen Milch-Getreidebrei (am besten Hirse), dem Sie einen Teelöffel (Raps-)Öl zugeben.

Mit etwa acht Monaten können Sie dann beispielsweise den Vormittagsbrei durch einen milchfreien Getreide-Obstbrei ersetzen. Ersetzen Sie also keinen weiteren Brei durch einen Milchbrei. Zusammen mit den noch verbleibenden Still- bzw. Milchmahlzeiten würde Ihr Kind so nämlich zu viel Milch für seinen Organismus zu sich nehmen.

Bis zum zehnten Monat bleibt die Ernährung dann so, d.h. ein milchfreier Getreide-Obstbrei, ein Gemüsebrei, ein Milch-Getreidebrei. Die restlichen Mahlzeiten sind Still- oder Säuglingsmilchmahlzeiten. Ab dem zehnten Monat etwa gehen dann die Breimahlzeiten langsam in die Familienkost über. Dabei müssen Sie sich natürlich individuell an Ihr Kind halten, also daran ob es schon kauen kann, ob es schon Zähne hat.

Wichtig: All dies sind nur Anregungen, alle Babys sind individuell und mögen auch verschiedenes. Sie könne auch anders vorgehen und andere Mahlzeiten ersetzen. Achten Sie aber nur darauf, dass Sie Ihrem Baby möglichst wenig (!) Abwechslung geben. Im Gegensatz zu uns Erwachsenen langweilt es Ihr Baby überhaupt nicht, drei Wochen lang Karotten zu essen!

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